Extreme Haltungen und übertriebene Wortwahl

Leserbrief:

Zum Bericht „400 Demonstranten und eine Populistin im Dirndl“ . in der Osterhofener Zeitung vom Freitag:

Ja, wir waren mehr. Schade fand ich von beiden Seiten die übertriebene Wortwahl. Weder glaube ich, dass die AfD die ‘Strafe Gottes’ ist, noch kann ich die Pauschalisierung einiger Gegendemonstranten mit Sprechchören wie ‘Nazis raus’ für gut heißen. Weder Gottesbeteuerungen noch Pauschalverurteilungen werden die Probleme unserer Zeit lösen.

Jeder hat seine Gründe auf der einen oder der anderen Seite zu stehen. Dafür leben wir in einer Demokratie, um Meinungen frei zu äußern, selbst wenn es manchmal ‘extreme Haltungen’ sind, sollte man sich gegenseitig mit Respekt gegenüber stehen. Nach wie vor habe ich die Hoffnung, dass auf beiden Seiten mehrheitlich Menschen sind die miteinander reden können und auch Gemeinsamkeiten haben. Lassen wir uns nicht von Populisten in irgendeine Richtung drängen. Dafür steht viel zu viel auf dem Spiel.

Wenn ich dem Ganzen etwas Positives abringen kann, dann die Erkenntnis, dass wir uns mit den politischen Problemen wieder mehr auseinander setzen, dass wir uns einmischen. Und die Politik der ‘alteingesessenen Parteien’ sollte sich wieder an den Menschen in unserem Land orientieren, ihre Sorgen ernst nehmen und Bürgernähe zeigen, ohne dabei das Ganze durch eine Parteibrille zu betrachten. Nur so würde man der AfD die Grundlage ihrer Existenz nehmen.

Robert Kröll,Haardorf

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