TÜV-Ingenieure sollen Ursache für Gestank klären

“  Ein konstruktives Treffen mit allen Beteiligten bin gespannt auf das Ergebnis,

und ob nach den Worten auch Taten folgen !!! „

Osterhofener Zeitung 9.2.2013

Bürgermeisterin informiert Stadtrat über die Ergebnisse beim Ortstermin auf der Bioerdgasanlage

Biogas

Osterhofen. An manchen Tagen stinkt es bestialisch im Umfeld der Bioerdgasanlage bei Niedermünchdorf. Die Firma hat nach eigenen Angaben schon mehrfach versucht, der Ursache für die Geruchsbelästigung auf die Spur zu kommen, bislang ist ihr dies aber nicht gelungen. 83 Anlieger hatten im Dezember eine Unterschriftenliste am städtischen Bauamt eingereicht, um ihren Protest auszudrücken. Diesen Mittwoch ist es nun im Rathaus zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen den Bürgern, Armin Petersen als Vertreter der Anlagenbesitzer, und Betriebsleiter Edmund Krause sowie Bürgermeisterin Liane Sedlmeier und Mitarbeitern der Verwaltung gekommen. Darüber berichtete Sedlmeier am Donnerstagabend dem Stadtrat. Demnach werde die Firma den TÜV Bayern Süd und ein Ingenieurbüro mit einem Gutachten beauftragen. Zudem sollen am 19. Februar Fachleute mit einer Spezialkamera anrücken, die die Gewebehauben über den Gasbehältern filmt. So will man eventuellen Lecks in den Abdeckungen auf die Spur kommen, aus denen der Gestank entweichen könnte. Armin Petersen habe glaubhaft versichert, seine Firma sei stark daran interessiert, den Fehler zu beheben und die Anlage einwandfrei zu betreiben, erläuterte die Bürgermeisterin weiter. Die Stadt erhalte eine Rückmeldung nach Ende der Untersuchungen. „Wir wollen wissen, was los ist“, meint auch Betriebsleiter Krause. „Es gibt zwar keine sichtbaren Undichtigkeiten, doch mit Vermutungen kommen wir hier nicht weiter. Wir wollen absolute Sicherheit bekommen, dass auf unserer Anlage alles in Ordnung ist.“ Darauf beharrt auch Landwirt Michael Wagner jun., der Wortführer des Niedermünchsdorfer Protests. Er ist stolz darauf, mit der Unterschriftensammlung etwas in Bewegung gesetzt zu haben. „Jetzt lassen wir den Betreiber erstmal machen und warten ab, wie sich die Sache entwickelt“, erklärt Wagner. Sollte es jedoch erneut stinken, werde die Gruppe über Stadtverwaltung und Landratsamt wieder in Aktion treten. – gs/sch

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