Heizen mit Flüssiggas

Osterhofener Zeitung 29.03.2019 PNP

Übung der Wehren zur Unfallverhütung

Haardorf. Eine Übung zur Unfallverhütung hat die Feuerwehr Haardorf zusammen mit den Nachbarwehren Aicha und Thundorf im Vereinslokal Knöckl abgehalten. Kommandant Robert Kröll begrüßte dazu 45 Feuerwehrleute sowie Referent Fritz Gößwein mit Josef Hartl und Helmut Schütz. Vor Beginn der Schulung stellte Fritz Gößwein seinen Betrieb mit seinen Produkten vor. In einer Powerpoint-Präsentation wurde zunächst erläutert, was Flüssiggas ist: Propan und Butan werden in der Raffinerie aus Erdöl hergestellt. Diese Flüssiggase sind schwerer als Luft und leichter als Wasser. Bei praktischen Versuchen wurde dies anschaulich vorgeführt. Bei einer brennenden Gasflasche ist ein Flammenrückschlag in die Gasflasche nicht möglich. Flüssiggas hat eine Siedetemperatur von minus 42 Grad Celsius. Ein Hautkontakt mit Flüssiggas muss vermieden werden, da es sonst zur Schockgefrierung der Haut kommt. Die verschiedenen Aufstellungsarten von Behältern wurden mit Vor- und Nachteilen erklärt, wobei besonders auf den explosionsgefährdeten Bereich eingegangen wurde. Flüssiggasflaschen dürfen nicht über Kanalund Bodeneinläufen, Luft- und Lichtschächten oder neben elektrischen Geräten aufgestellt werden. Für eine Verbrennung sind Sauerstoff, brennbarer Stoff und Zündquelle notwendig. Um eine Brandentstehung zu verhindern ist es notwendig, dass Zündquelle und der brennbare Stoff strikt voneinander getrennt sind. Bei einem Flüssiggasaustritt ohne Brand ist bei einem Einsatz der Rettungskräfte darauf zu achten, dass man mit dem Wind anfährt, weiträumig absperrt und vor allem möglichen Zündquell nicht betätigt. Fahrzeuge sollen außerhalb von Senken in großem Abstand aufgestellt werden. Sicherungstrupps mit Pulverrohren und Wasserwerfern sollen bereitgestellt werden. Es ist möglich, kleinere Leckstellen zu vereisen. Der Flüssiggassicherungsdienst kann von den Einsatzkräften vor Ort angefordert werden. Ein kontrollierter Gasbrand ist relativ ungefährlich. Große Gefahren gehen von erhitzten Behältern aus, die bersten und explodieren können, da sich darin das Gas um ein Vielfaches ausdehnt. Fragen der Teilnehmer der UVV-Schulung beantworteten die Referenten Fritz Gößwein, Josef Hartl und Helmut Schütz kompetent. Diese Schulung war von großem Interesse, da in den Ortschaften Thundorf und Aicha viele Hausbesitzer verstärkt Flüssiggasheizungen installiert haben. – sr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.