Ort der Stil­le und des Ge­be­tes

Osterhofen und Umgebung 21 – DONAU-ANZEIGER                    Donnerstag, 29. März 2018

In der Haar­dor­fer Kreuz­berg­kir­che ist an den Kar­ta­gen das Hei­li­ge Grab auf­ge­baut

Das Heilige Grab bauten (v.l.) Robert Kröll, Hans Wagner, Martin Apfelbeck, Klaus Moosmüller und Hans Folgner auf. Es fehlt Konrad Moser.

Haardorf. (rs) Pfarrangehörige haben für die Kartage schon das Heilige Grab in der Kreuzbergkirche aufgebaut. Seit Ende der achtziger Jahre lebt dieser alte Osterbrauch alljährlich wieder auf. In der Nische des Haupteingangs wurde die Gruft mit dem Leichnam Jesu unter einem durchscheinenden weißen Tuch errichtet. Das Heilige Grab soll um 1770 von Benjamin Schreiter, Hengersberg, errichtet worden sein. An den Kar- und Ostertagen sind die Gläubigen zum stillen Gebet und Verweilen eingeladen. In der Geschichte der Heiligen Gräber wurde das Heilige Grab in Jerusalem an vielen Orten nachgeahmt. Es entstanden teilweise große architektonisch Anlagen, die oft auch mit figürlichen Darstellungen ausgeschmückt wurden. Später errichtete man auch in Wandnischen im Kircheninneren reduzierte Anlagen, so wie in Haardorf. Von der Romanik bis zum Barock und Jugendstil entstanden solche Anlagen. Anbetung und Gottesdienste Das Heilige Grab mit dem Allerheiligsten ist am Karfreitag nach der Kreuzverehrung um 13.30 Uhr bis 18 Uhr zugänglich. Am Karsamstag beginnt die Auferstehungsfeier mit Segnung der Osterkerze um 21 Uhr auf dem Kreuzberg. Anschließend wird zur Pfarrkirche St. Martin gezogen, in der während des Gottesdienstes das Taufwasser geweiht wird und die Tauferneuerung stattfindet. Anschließend werden die Speisen gesegnet. In einem Korb befinden sich gefärbte Ostereier, ein gebackenes Lamm mit der Auferstehungsfahne, Salz, Brot, Geräuchertes. Die Gottesdienstgestaltung übernimmt der Kirchenchor.

 

 

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