Bewährungsprobe in brenzliger Situation

…. etwas schade das nur wenige Zuschauer da waren … auch meine Kollegen des Stadtrats waren sehr spärlich vertreten !!!

 

Osterhofener Zeitung 24. September 2012

Großübung der Feuerwehren – Brand in den Behindertenwerkstätten erforderte eine genaue Lagebeurteilung

Osterhofen. In der Kantine der Behinderten-Werkstätten der Lebenshilfe ist ein Feuer ausgebrochen, das rasch auf die Produktionshallen übergreift und 23 Personen den Weg nach draußen versperrt: Mit diesem realistisch nachgestellten Szenario hatten es die Feuerwehren am Freitagabend bei einer Gemeinschaftsübung zur Brandschutzwoche im Donaugewerbepark Ruckasing zu tun. Als gefährlich und äußerst beschwerlich gestaltete sich für die Atemschutzträger das Auffinden und Retten der Verletzten aus dem verqualmten Großraum. „Neben dem Brandschutz mussten die Wehrleute eine ausreichende, konstante Wasserversorgung aus den zwei nahen Brunnen für den Löscheinsatz aufbauen“, erklärte Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl das Übungsziel bei der Abschlussbesprechung. Bei der Übung habe sich herausgestellt, dass die Löschwasserversorgung für den Gewerbepark im Ernstfall ausreichen müsste. Dank ausgesprochen haben den 150 teilnehmenden Feuerwehrkameraden auch stellvertretender Landrat Josef Färber und 2. Bürgermeister der Stadt Osterhofen Thomas Etschmann sowie Kreisbrandrat Leopold Schmid. Sie befanden, dass die Übung gezeigt habe, dass auf die Feuerwehrkräfte auch in brenzligen Situationen Verlass sei. Über Funk waren um 19 Uhr die Wehren Osterhofen, Moos, Langenisarhofen, Niedermünchsdorf, Thundorf, Aicha, Haardorf, Arbing, Altenmarkt, Wisselsing und Winzer zum Einsatz gerufen worden. Die Einsatzleitung hatte 2. Kommandant Max Hupfloher von der Stadtwehr übernommen. Seine Aufgabe bestand darin, den Einsatz der anrückenden Wehren zu koordinieren. Der von 1. Kommandant Manfred Ziegler in Verbindung mit Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl ausgearbeitete Übungsrahmen sah die Rettung von Personen aus dem dunklen, verqualmten Großraum der Produktionshalle und Kantine mit Atemschutzträgern vor. Ferner galten die Einsatzrichtlinien dem Brandschutz und einer effizienten Wasserversorgung. Für die Führungskräfte stand die Umfeldaufklärung im Vordergrund: Diese verschafft Überblick über das Einsatzgeschehen und legt den Schutz- und Rettungsbereich offen. Erkundete Ortskenntnisse sind das A und O eines erfolgreichen Vorgehens. „Selbstsicherheit vermindert die eigene Verletzungsgefahr und führt zur Lageaufklärung für Rettungsmaßnahmen“, erklärt Xaver Altschäfl an der Zugangstür zur Lagerhalle, an der sich ein Stapler-Unfall mit einem Schwerverletzten ereignet hatte. Währenddessen ist der Mooser Kommandant Jürgen Baierl mit der Atemschutzüberwachung beschäftigt. Seine Leute müssen in ihren luftdichten Sauerstoffmasken nach den 23 Verletzten suchen und diese bergen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, in wie vielen Schlupflöchern sich Verletzte in ihrer Not verkriechen können. Von großem Vorteil für die Suchmannschaft ist neben der herkömmlichen Ausrüstung wie Helmlampe, Funkgerät und Trage die Wärmebildkamera. Diese ermöglicht den Atemschutztrupps im Dunkeln ein schnelles Lokalisieren von Personen. Um die aus der Gefahrenzone geretteten Brandopfer kümmerten sich die Feuerwehr-Ersthelfer. Derweil hatten sich die Gruppenführer der Wasserversorgung über die Lage ihrer Einsatzabschnitte vertraut gemacht und die erforderlichen Maßnahmen zur Brandbekämpfung erfolgreich eingeleitet. Erwartungsgemäß ließen die Feuerwehrmänner keine Zweifel an ihrem fachmännischen Können aufkommen, sondern agierten Hand in Hand, bis es an den 17 Strahlrohren und auf der Drehleiter hieß: „Wasser halt!“ Als Zaungäste wurden Bürgermeister Jürgen Roith aus Winzer, die Kreisbrandmeister Konrad Seis, Franz Kermer, Erwin Wurzer und Josef Fritsch, Ehrenkreisbrandmeister Franz Eichinger, Josef Wagner, Sachbearbeiter für das Feuerwesen bei der Stadt Osterhofen, Josef Böhm, Sachbearbeiter für Katastrophenschutz im Landkreis, und die Gruppenleiter der Werkstätten, Franz Xaver Weiß und Daniel Spieleder. – as

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