Quelle: Mediengruppe Attenkofer, Ausgabe Donau-Anzeiger (Osterhofen und Umgebung) vom Dienstag, Donnerstag, 10.09.2026. Autor Rolf Schwinger

Rettung einer verletzten Person (rechts) und ein Atemschutzträger auf der Anlage. Fotos: Rolf Schwinger
Haardorf. (rs) Eine gemeinsame Übung an der Biogasanlage von Stefan und Hans Weigl hat die Freiwillige Feuerwehr Haardorf vor Kurzem mit den Nachbarwehren aus Arbing und Winzer absolviert. Das angedachte Szenario war ein Unfall mit zwei verletzten Personen. Die geplante Höhenrettung konnte wegen eines Einsatzes der Feuerwehr Plattling allerdings nicht durchgeführt werden. Aus 18 Metern Höhe sollte eine Person von einem Warmwasserspeicher gerettet werden. Auch die Feuerwehr Winzer konnte wegen eines Einsatzes nur mit einem Teil der Mannschaft zur Übung ausrücken. Mit Atemschutz gingen die Feuerwehrkameraden in das verrauchte Gebäude, um eine vermisste Person zu finden. Über eine Steckleiter wurde eine weitere verunglückte Person von Feuerwehrleuten aus Haardorf und Winzer gerettet. Währenddessen übernahmen die Feuerwehr Arbing und Haardorf die Sicherstellung der Löschwasserversorgung. Dazu wurde von einem Oberflurhydrant in der Dorfmitte eine 350-Meter lange Schlauchleitung durch den Hof zur Biogasanlage aufgebaut. Schon beim Bau der Biogasanlage lag Hans Weigl der bestmögliche Brandschutz am Herzen. Da das Hauptaugenmerk der Übung auf der Rettung von Personen lag, verzichtete man auf den Einsatz von Wasser. Auch der sehr niedrige Wasserstand des Haardorfer Mühlbachs und die allgemeine Wasserknappheit trugen zu dieser Entscheidung bei. Den fingierten Löschangriff mit zwei C-Rohren übernahm die Feuerwehr Arbing. Mit einer Gully-Abdichtung kann im Ernstfall zudem vermieden werden, dass Löschwasser in die Kanalisation läuft, wie erläutert wurde. Bei der anschließenden Abschlussbesprechung am Feuerwehrgerätehaus zeigte sich Kommandant und Einsatzleiter Robert Kröll mit dem Einsatz der Kameraden zufrieden. Kreisbrandmeister Armin Zitzelsberger, der die Gemeinschaftsübung beobachtet hatte, zeigte sich über den reibungslosen Übungsverlauf erfreut. Die angedachte Höhenrettung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Robert Kröll bedankte sich bei den Betreibern der Biogasanlage Stefan und Hans Weigl für die Bereitstellung des Objekts und für die spendierte Brotzeit.