SPD-Basis fordert Bürgernähe statt „Hü und Hott“

Deggendorf 17. Februar 2018 – Osterhofener Zeitung

Kritische Töne bei der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Auerbach – Treue Genossen geehrt


Auerbach. Bei der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins der SPD war neben der Gemeindepolitik auch die Bundespolitik Thema. Auf Grund des schlechten Abschneidens und auch der aktuellen Umfragewerte wünschen sich die Ortsvorsitzenden eine bürgernahe, verständliche Politik und mehr Zusammenarbeit mit den Bürgern. Weiter stellten sich die Kandidaten für die Bezirks- und Landtagwahl vor. Auch wurden langjährige Mitglieder für ihre Treue zur SPD ausgezeichnet.

Rückblickend sprach Ortsvorsitzender Michael Baumgartner die Bundestagswahl an. Der Einsatz und das Engagement von Rita Hagl-Kehl wurde nicht belohnt. Nur mit Glück konnte sie in den Bundestag erneut einziehen. Zusammenfassend schienen die Wähler den Wahlkampfslogan „Soziale Gerechtigkeit“ nicht verstanden zu haben. Sinnvoller wären konkrete Aussagen zur künftigen Politik gewesen, fand Baumgartner.

Auch innerhalb der Gemeinde zeigte sich ein deutlicher Rechtsruck, was das Bild im gesamten Europa widerspiegelt. Dies beunruhigt Baumgartner zusehends.

Auf Grund des schlechten Wahlergebnisses hatte der Ortsvorsitzende vollstes Verständnis mit der Oppositionsansage von Martin Schulz. Gleichsam sieht er die SPD in der Verantwortung gegenüber Deutschland und die Pflicht, in die Koalitionsverhandlungen zu gehen.

In der Kommunalpolitik seien die drei SPD-Gemeinderäte immer bestrebt gewesen, die Gemeindeentwicklung voranzubringen. Erfolgreich konnten mehrere Maßnahmen erledigt werden. Dabei sprach Baumgartner die Entwicklung des Kindergartens, die Neugestaltung des Friedhofsgeländes und auch die Erneuerungen im Kläranlagenbereich an. Heftiges Kopfzerbrechen hat dem Gemeindegremium das Thema Straßenausbausatzung in Oberauerbach bereitet. Baumgartner erklärte die bisher bestehende gemeindliche Satzung sowie den Vorgang der Bauplanung, die Kosten für die Anlieger und die damit verbundene Existenzbedrohung einiger Grundstücksbesitzer. Voll und ganz verstehe er die Forderung nach einer gerechteren Verteilung der Kosten, jedoch dürfe dies nicht zu Lasten der Gemeinde sein.

Sehr erfolgreich konnte wieder der eigene Wandertag durchgeführt werden. Rita Hagl-Kehl wurde bei der Bundestagswahl tatkräftig vom Ortsverein, ob durch einen Infostand oder auch durch die Aufstellung eines Großtransparents, unterstützt.

An Großveranstaltungen beteiligten sich Mitglieder an der Aschermittwoch-Kundgebung in Vilshofen mit Martin Schulz sowie an der Kundgebung anlässlich der Pauliskirta mit Landrätin Rita Röhrl. Daneben nimmt der Ortsverein an Festen und Veranstaltungen gemeindlicher Vereine und anderer Ortsvereine teil.

Sehr kritisch sieht stellvertretender Ortsvorsitzender Gerhard Weber die Außenwirkung der Bundes-SPD. Für ihn scheinen die Verantwortlichen den Bezug zu den Bürgern verloren zu haben. Ihm fehle die Glaubwürdigkeit: „Das Hü und Hott verstehen die meisten Bürger nicht mehr.“ Ob in der großen oder kleinen Politik wollen die Bürger verstanden werden mit ihren Problemen. Statt über deren Kopf hinweg zu entscheiden, müsse mehr zusammengearbeitet werden. In der Bundespolitik sei die Sache viel zu komplex und zu kompliziert, um verstanden zu werden. Auch prangerte er das „Schachern um Ämter“ an. Weiter forderte er ein selbstbewussteres Auftreten der Partei.

Kassenwart Herbert Martin informierte über den aktuellen Kassenstand. Die Kassenprüfer Robert Kauer und Paula Reitberger bestätigten die einwandfreie Buchführung.

Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl sprach die Ortsumgehung von Auerbach an, die ihr schon immer eine Herzensangelegenheit war. Weiter informierte sie über die Gespräche in Berlin. Hagl-Kehl warb um Verständnis, dass die SPD auch Verantwortung tragen müsse, da Neuwahlen unbedingt abzuwenden seien. Bei allen Wahlzielen müssten auch Kompromisse, und diese von allen Seiten, eingegangen werden.

SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer sprach die Themen des Kreistags an. Als Bezirkstagskandidat will er sich für die Region einsetzen. Auch der Direktkandidat der SPD für die Landkreise Dingolfing-Landau und Deggendorf, Dr. Bernd Vilsmeier, und Listenkandidat Robert Kröll stellten sich vor.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Eine Urkunde konnte übergeben werden an Elfriede Geiger und Alois Nothaft (30 Jahre) sowie an Gerhard Weber (zehn Jahre). Gast der Zusammenkunft war auch Alwin Krampfl, Träger der Helmut-Rothemund-Medaillie.ni

Vilsmeier und Straßer gehen ins Rennen

Donau Anzeiger  29.01.2018

SPD-Stimmkreiskonferenz nominiert

Direktkandidaten für Landtags- und Bezirkstagswahl

 

Hengersberg. (ls) Die Delegierten haben sich bei der Stimmkreiskonferenz der SPD am Samstagvormittag im Hotel am Ohewehr einstimmig für Dr. med. vet. Bernd Vilsmeier als Direktkandidat für die Landtagswahl ausgesprochen. Vilsmeier ist Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Dingolfing-Landau. Als Direktkandidat für die Bezirkstagswahl schickten die 24 Stimmberechtigten den Vorsitzenden des SPD-Kreisverbands Deggendorf Ewald Straßer ins Rennen.

Eingangs der Versammlung gab Kreisvorsitzender Ewald Straßer bekannt, dass sich die Vorstandschaft bei der Aufstellung eines Direktkandidaten für die Landtagswahl für die Unterstützung des Nachbarlandkreises Dingolfing-Landau ausgesprochen hat. Vilsmeier wurde von MdB Florian Pronold und MdB Rita Hagl-Kehl als äußerst fleißige Person beschrieben, der sich sehr um die Belange und Sorgen der Bürger kümmere. Der Fachtierarzt für Mikrobiologie und freiberufliche Berater in der Pharma- und Biotechindustrie ist seit 2000 Mitglied der SPD.

Im Fokus seiner Bewerbungsrede stand die Zukunft der Menschen. Vilsmeiers Ziel ist es, mit ganzer Energie daran zu arbeiten, sie „besser, sozialer und menschlicher“ zu gestalten. Der Kreisvorsitzende ist Sozialdemokrat in dritter Generation. „Da ich in einer sozialdemokratischen Familie aufgewachsen bin, bin ich schon sehr früh mit den Grundwerten der Sozialdemokratie in Berührung gekommen. Die SPD ist bei mir sozusagen ‘genetisch verankert’, denn schon meine beiden Großväter waren politisch aktiv.“ Dingolfing-Landau ist einer der wenigen Landkreise in ganz Bayern, in dem die SPD flächendeckend in allen Kommunen vertreten ist. Bezugnehmend auf das Thema Bildung vertrat Vilsmeier die Meinung, dass diese „von der Krippe bis zum Meisterbrief“ kostenlos sein oder gefördert werden solle. Die von der SPD viel beschworene Chancengleichheit sei für ihn ein grundlegendes Menschenrecht, denn die (Aus-)Bildung dürfe keinesfalls allein vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Ebenso sollen Schulen im Dorf erhalten bleiben. Die Entwicklung hin zu einem „schlanken Staat“ sah Vilsmeier kritisch, denn nur der Reiche könne sich einen armen Staat leisten. Der Otto-Normal-Verbraucher aber sei auf das Solidarprinzip „Menschen für Menschen“ angewiesen, um gegen Risiken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter ausreichend vorsorgen zu können. Auch sprach er in aller Kürze das Flüchtlingsthema, den Mangel an Polizeikräften, den sozialen Wohnungsbau, die Straßenausbaubeitragssatzung, den Breitbandausbau, den Bayernei-Skandal, den Hochwasserschutz und den Ausbau der A3 an. Die SPD müsse im Landkreis wieder als die politische Kraft für soziale Gerechtigkeit wahrgenommen werden, so Vilsmeier. „Wir haben gute Arbeit geleistet und wir leisten gute Arbeit. In der SPD können wir stolz auf unsere 150-jährige Geschichte sein. Keine andere Partei kann eine solche Historie vorweisen.“ Dr. Bernd Vilsmeier erhielt anschließend den Vertrauensbeweis von 100 Prozent als Direktkandidat für die Wahl in den 18. Bayerischen Landtag.

Listenkandidat ist der Elektrotechnikermeister und Energieberater Robert Kröll aus Haardorf bei Osterhofen. Er sagt „Ja“ zur Großen Koalition, „Nein“ zu TTIP, TISA und CETA. Ihm ist es wichtig, dass Privatisierungen gestoppt werden, Kommunen mehr Entscheidungsfreiheiten bekommen, beim Hochwasserschutz und Donauausbau die Bürger mehr beteiligt sowie steuerliche Anreize für Landwirte geschaffen werden, und außerdem die Bürokratisierung eingedämmt und das Ehrenamt gestärkt werden. „Die Politik und die Parteien haben den Kontakt zur Basis, zum Wähler, verloren. Man redet über den Bürger, aber nicht mit ihm“, so Kröll, der sich ein Miteinander, ein Gestalten der Themen mit den Menschen vor Ort wünscht.

Direktkandidat für die Wahl in den Bezirkstag wurde der Hengersberger Ewald Straßer. Der Verwaltungsangestellte ist unter anderem SPD-Kreisvorsitzender und Mitglied im Bezirksvorstand der Niederbayern SPD. In seiner Bewerbungsrede hob er das Soziale und den Menschen hervor. „Politik mit den Menschen für die Menschen – nach diesem Motto möchte ich im Bezirkstag Politik machen.“ Als Listenkandidatin bestimmten die Delegierten die 1984 in Deggendorf geborene Christiane Pronold. Sie möchte nicht nur lamentieren, sondern sich aktiv miteinbringen und mitgestalten. Grußworte sprachen MdB FlorianPronold, MdB Rita Hagl-Kehl, der scheidende Landtagsabgeordnete Bernhard Roos, MdL Ruth Müller. Pronold und Hagl-Kehl lobten das Engagement von Bernd Vilsmeier, denn er sei ein Mann, der auch mal „mit dem Kopf durch die Wand geht, wenn es um die gute Sache geht.“ Auch gingen sie unter anderem auf die Koalitionsverhandlungen und die Sondierungsgespräche ein. Man müsse jetzt retten, was die anderen monatelang nicht zustande brachten, so die Aussage, doch sei man jetzt gut im Zeitplan. Florian Pronold forderte die Mitglieder auf, dass „Wir“- die alte Stärke der SPD in den Mittelpunkt stellen. Kreisvorsitzender Ewald Straßer, konnte zur Stimmkreiskonferenz auch MdB a.D. Bruni Irber, stellvertretenden Landrat Eugen Gegenfurtner, stellvertretend für alle Bürgermeister Josef Streicher und Thomas Etschmann, Altbürgermeister Ludwig Kandler, Bettina Blöhm (SPD-Kreisvorsitzende FRG) und Josef Süß (Jusos) begrüßen.

Hoch motiviert und finanziell gesund

Osterhofen 15. Januar 2018 – Osterhofener Zeitung

 

 Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins mit Ehrung verdienter Mitglieder

Haardorf. Zur Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Haardorf hat Vorsitzender Adi Schweiger besonders Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, Festmutter Martina Brandl, Stadtrat Robert Kröll, BKV-Kreisvorsitzenden Heinz Obtmeier, den Bezirksvorsitzenden der Reservisten, Josef Schmid, Artur Kolbe mit einer Abordnung als Vertreter der Reservistenkameradschaft Haardorf-Aicha und die Vertreter der Ortsvereine begrüßt. Eine Gedenkminute wurde den verstorbenen Kameraden Franz Kröll und Josef Winhart gewidmet. Schriftführer Rolf Schwinger begann seinen Jahresbericht mit einem Rückblick auf diverse Versammlungen. Am 7. Mai wurde der Jahrtag in Haardorf begangen. Mit Abordnungen beteiligte man sich an den Jahrtagen der Nachbarvereine Thundorf und Moos. Bei der Vereinsmeisterschaft siegte Artur Kolbe vor Josef Zauner und Adi Schweiger. Das Kriegerdenkmal wurde in Zusammenarbeit der Stadt Osterhofen und der Kirchenverwaltung ansprechend neugestaltet. Ein Weißwurstessen fand bei Vereinsmitglied Erwin Skoda im „Goldenen Engel“ in Deggendorf statt. Erwähnung fand auch die Beteiligung an den oberösterreichischen Landesmeisterschaften im Kleinkaliber-Schießen in Marchtrenk mit dem Sieg in der Gästeliste und Platz 4 im Gesamtklassement. Der KSV wurde beim Dorfschießen im Stockschießen zum dritten Mal Sieger. Der Wanderpokal ging damit in den Besitz des Vereins über. Mit Abordnungen beteiligte man sich an den Fronleichnamsumzügen in Haardorf und Aicha. Der Volkstrauertag wurde in Aicha, Haardorf und Niedermünchsdorf begangen, ebenso nahm man an der Friedenswallfahrt in Altenmarkt teil. Höhepunkt des Vereinsjahres war die Teilnahme am 110. Vereinsjubiläum des oberösterreichischen Kameradschaftsbundes Oftering am 3. September. Neben Festmutter Martina Brandl begleitete 1. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier die Abordnung. Dabei wurde ein Fahnenband übergeben, das die Freundschaft und Kameradschaft der Vereine über die bayerisch-österreichische Grenze hinweg bekräftigt. Mit der traditionellen Christbaumversteigerung wurde das Vereinsjahr abgeschlossen. Die von den Kassenprüfern Hans Schwarzhuber und Franz Wiesmann für in Ordnung befundene Buchführung legte Kassier Robert Kröll offen. Anschließend entlastete die Versammlung den Kassier einstimmig. Vorsitzender Adi Schweiger lobte den Kameradschaftsgeist, der sich besonders in der Teilnahme an den Veranstaltungen des Vereins und bei Beerdigungen verstorbener Kameraden zeigte. Der Kassenstand gebe Sicherheit für künftige Aufgaben. Er sprach der Vorstandschaft und der Reservistenkameradschaft Dank für die konstruktive Zusammenarbeit aus. Am 8. Juli 2018 beteiligt sich der Verein am 100. Gründungsfest mit Jahrtag beim Patenverein Thundorf. Am Samstag, 24. Februar, findet dazu das Patenbitten im Gasthaus Knöckl statt. In ihrem Grußwort lobte Bürgermeisterin Liane Sedlmeier den KSV als regen Verein, der das Leben im Dorf mitträgt. Im Frühjahr werde es ein Treffen von Vertretern der Veteranenvereine mit der Stadt Osterhofen geben, um über die Pflege der Kriegerdenkmäler zu sprechen. Sie teilte mit, dass im Frühjahr die Planfeststellung für den Hochwasserschutz in der Stadt auf den Weg gebracht werde. Heinz Obtmeier, Vorsitzender des Kreisverbandes im BKV, sprach den Nachwuchsmangel in den Vereinen an. Die Ursache dafür sei, dass die Bundeswehr keine Wehrpflichtigen-Armee mehr sei. Er stellte heraus, dass der Haardorfer Verein mit seinen 116 Mitgliedern sehr gut aufgestellt sei. Abschließend gab er noch einige Termine bekannt: 2. März, Kreisversammlung in Gergweis; 16./17. Februar Kreismeisterschaft im Schießen in Otzing; 15. April, Bezirksversammlung in Altreichenau; 6. Okober, Friedenswallfahrt in Altenmarkt. KSV-Vorsitzender Adi Schweiger überreichte an Bürgermeisterin Liane Sedlmeier für ihre große Verbundenheit mit dem Verein ein Fotobuch vom 150. Vereinsjubiläum im Jahr 2013, als sie Schirmherrin war. Anschließend zeichneten Liane Sedlmeier, Heinz Obtmeier und Adi Schweiger mit dem Treuekreuz in Gold am Bande Martin Apfelbeck, Hans Oberleitner, Martin Meier und Josef Schmid für 45 Jahre Vereinsmitgliedschaft aus. Für ihre besonderen Verdienste und Aktivitäten wurden Alois Birkeneder, Rolf Schwinger, Hermann Unverdorben und Franz Weigl mit dem Ehrenkreuz in Gold am Band geehrt. sr