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Presse

Technik im Klärwerk sicher vor Hochwasser

Osterhofen 28. September 2017 – Osterhofener Zeitung

Werkausschuss besichtigt den neuen Anbau – Stadt investiert insgesamt ca. 235 000 Euro in Daseinsvorsorge

Osterhofen. Beim Hochwasser der Donau bricht der Damm und weite Teile der Stadt werden überschwemmt, inklusive der Kläranlage in Blaimberg, die bis hoch zur Dachrinne unter Wasser steht und in der Folge wochenlang ausfällt: Es ist ein Horror-Szenario, das im Juni 2013 beinahe Realität geworden wäre. Damit dieser Katastrophenfall nicht eintritt, hat die Stadt gehandelt und Geld in die Hand genommen: 70 000 Euro wurden in den Anbau eines Technikraums investiert, in dem die für 165 000 Euro neu angeschaffte Schaltanlage nun wasserdicht untergebracht ist.

Vor der Sitzung am Dienstag besichtigte der städtische Werkausschuss das Bauwerk. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier sieht darin ein Stück Daseinsvorsorge bzw. -sicherung, da eine Ersatzbeschaffung nach einer Überschwemmung wohl Wochen und Monate dauern würde. Zudem gebe es für die alte, 1994 installierte Anlage schon jetzt keine Ersatzteile mehr. „Sie war einfach nicht mehr auf dem Stand der Technik“, stellt Liane Sedlmeier fest.

Nach Beratung im Werkausschuss wurde der Auftrag für den Technikraum an den Vilshofener Planer Arno Baumgartner vergeben, die Schaltanlage plante die Firma HPE aus Johanniskirchen ein. Im Sommer 2016 wurde die technische Machbarkeit geprüft, heuer im März war Baubeginn. Nachdem man sich entschlossen hatte, nicht aufzustocken – was aus statischen Gründen auch nicht möglich gewesen wäre –, wurde der 5,40 Meter lange, 4,40 Meter breite und zwischen drei und 5,75 Meter hohe Anbau an der Giebelseite des bestehenden Dienstgebäudes im Freiraum in der Zufahrt errichtet. 65 Kubikmeter Wasser undurchlässiger Beton und sechs Tonnen Baustahl wurden dabei verarbeitet. Mit der Ausführung wurden überwiegend Firmen aus der Region beauftragt. Der Zugang zum Anbau ist durch eine Hochwasser-Schutztür vor einer Überflutung gesichert.

Den Einbau der neuen Schaltanlage musste HPE-Geschäftsführer Franz Hofmann unter laufendem Betrieb des Klärwerks bewerkstelligen. Hierbei war die örtliche Nähe der ausführenden Firma SAB Müller GmbH von Vorteil: Die Komponenten der Schaltanlage konnten so direkt auf der Baustelle zusammengesetzt werden, was nicht immer und überall üblich sei. Die Technik wurde an das bestehende System angebunden und ist nun zu 99 Prozent im Anbau installiert. Die Zuleitungen im Raum wurden über der HW-100-Marke von 3,15 Metern (hundertjährliches Hochwasser) verlegt.

Damit die Technik im 18 Quadratmeter großen Anbau nicht überhitzt, wurde durch die Landau Firma Rembeck ein Klimagerät eingebaut, das ebenfalls entsprechend hoch gelagert ist. Bei Hochwasser kann die Anlage abgeschaltet werden, eine zusätzliche Notstrom-Einspeisung ist möglich. Und damit Klärwärter Norbert Leitl künftig weiß, wer vor dem Tor steht, wurde auch noch eine Überwachungskamera am Laternenmast montiert.sch

KSV gewinnt Wanderpokal zum dritten Mal

Osterhofen 31. August 2017 – Osterhofener Zeitung

Trophäe geht nun in den Besitz des Vereins über – Dorfmeisterschaft auf der ESC-Asphaltanlage

 

Haardorf. Bei sonnigem Wetter hat der ESC Haardorf die Dorfmeisterschaft auf der Asphaltanlage an der Kreuzbergstraße ausgerichtet. Es beteiligten sich fünf Mannschaften mit je vier Schützen, wobei in einer Doppelrunde alle gegeneinander antreten mussten. Nach spannenden Wettbewerben gewann der Krieger- und Soldatenverein Haardorf und Umgebung in der Besetzung Josef Hötzinger, Matthias Unholzer, Josef Pleintinger und Horst Feigl mit 15:1 Punkten und einer Stockquote von 2,79. Den zweiten Platz errang der Tischkegelclub mit 12:4 Punkten mit den Schützen Erhard Knöckl, Heinrich Drasch, Alois Jahrstorfer und Thomas Wagner. Mit dem negativen Punkteverhältnis von 7:9 landete die Feuerwehr auf dem dritten Platz. Es schossen Pepe Weigl, Robert Kröll, Alois und Johannes Dorfmeister. Den vierten Platz belegten die Damen des ESC mit 6:10 Punkten vor der Jugendmannschaft der KJG. Die Siegerehrung nahm 1. Vorsitzender Karl-Heinz Schläger zusammen mit Schirmherrn Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll vor. Nachdem der Krieger- und Soldatenverein den Wanderpokal zum dritten Mal in Folge gewonnen hat, geht dieser nun in den Besitz des Vereins über. Den neuen Pokal für 2018 spendete Georg Weigl beim Vereinsjubiläum. Schläger dankte dem KSV-Vorsitzenden Adi Schweiger für die jahrelange Berichterstattung bei der Osterhofener Zeitung. Georg Weigl und Robert Kröll lobten die gelungene Organisation.sr

Übung: Woher das Wasser nehmen, wenn der Wald brennt?

Mittwoch, 5. Juli 2017  – DONAU-ANZEIGER

Haardorf. (rs) Zur traditionellen Gemeinschaftsübung trafen sich die Freiwilligen Feuerwehren Haardorf und Langenisarhofen am Poschenlohgraben am Ende der Kreuzbergstraße nach der Asphaltbahn. Die Einsatzleitung hatte Kommandant Robert Kröll. Angenommen war Rauchentwicklung bei einem Gebäude am nahen Waldrand. Im Graben wurde ein neuer Flachsauger getestet, ob genug Spritzwasser trotz niedrigem Wasserstand entnommen werden kann. Nach kurzer Zeit verlegte sich das Strahlrohr. Als Alternative könnte der herkömmliche Saugkorb verwendet werden, der aber nur für größere Tiefen geeignet ist. Dazu müssten Entnahmestellen geschaffen werden, wie in der anschließenden Besprechung festgestellt wurde. Die andere Einsatzgruppe schloss ihre B-Schläuche am Hydranten an. Es wurde aber festgestellt, dass für eine Waldbrandbekämpfung das Wasser nicht ausreichen würde. Um eine lange Leitung zum 900 Meter entfernten Haardorfer Mühlbach legen zu können, müssten die Schläuche des Landkreises angefordert werden, was mit Kosten verbunden ist. Die Donau ist etwa 200 Meter weiter entfernt. Geführt wurde die Haardorfer Gruppe vom zweiten Kommandanten Florian Donnerbauer, die Langenisarhofener von Gruppenführer Josef Streicher. (Fotos: Schwinger)

 

Erstes Brotzeitturnier der Stockschützen ausgerichtet

Mittwoch, 5. Juli 2017 – DONAU-ANZEIGER

Haardorf. (rs) Die Stockschützen des ESC Haardorf richteten auf der Asphaltanlage am Ende der Kreuzbergstraße ihr erstes Brotzeitturnier dieser Saison aus. Schirmherr Georg Weigl konnte bei angenehmen Temperaturen fünf Mannschaften aus der näheren Umgebung begrüßen. Man kämpfte in einer Doppelrunde um den Sieg. Da es sehr genau zuging, musste mit dem Maßband manchmal nachgemessen werden, wessen Stock näher an der Daube ist. Vorbeikommende Radfahrer und Fußgänger nahmen sich gerne Zeit, um den Sportlern zuzusehen. Erster Vorsitzender Karl-Heinz Schläger nahm nach manch engen Kämpfen die Siegerehrung zusammen mit Schirmherrn Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll vor. Als Sieger wurde die Mannschaft des EC Arcobräu Moos mit 13:3 Punkten und einer Stockquote von 2,36 geehrt. Den zweiten Platz erkämpfte sich der Löwen-Fanclub Thundorf mit 12:4 Punkten vor den Dorffreunden Ruckasing mit 9:7 Punkten. Aufgrund der besseren Stockquote platzierte sich die Mannschaft des EC Greising mit 3:13 Punkten vor dem Bayern-Fanclub Insider aus Plattling. Als Preise gab es für die beteiligten Mannschaften viele Sachpreise zum Aussuchen. Dankesworte richteten Schirmherr Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll an die Mannschaften und an den ausrichtenden Verein ESC Haardorf. Anschließend blieb man noch zusammen sitzen und erinnerte sich an alte Zeiten. (Fotos: Schwinger)

KJG-Grillparty zeugt von guter Dorfgemeinschaft

PNP Osterhofener Zeitung 21.07.2017

Haardorf. Bei noch angenehmen sommerlichen Temperaturen hat die Katholische Junge Gemeinde (KJG) im Weigl-Stadl und vor dem Feuerwehrhaus eine Grillparty gefeiert. Andreas Weigl begrüßte viele Einheimische und Gäste aus den Nachbarorten, unter ihnen auch Stadtrat Robert Kröll. Für die jüngsten Besucher war eine Hüpfburg aufgeblasen, die immer von Mädchen und Jungen fleißig frequentiert war. Gesprächsthemen gab es an den Tischen genügend: Mit direktem Blick auf die Martinskirche wurde lebhaft über den Baufortschritt diskutiert und auch über den behindertengerechten Zugang, der gerade gepflastert wird. Zu den üblichen Grillschmankerln gab es süffige Getränke. Dass so viele Besucher aus der Ortschaft kamen, zeigt den Zusammenhalt von Alt und Jung in der Dorfgemeinschaft. sr/Foto: Schwinger 

Kriegerdenkmal: Stadt übernimmt Teil der Kosten

PNP Osterhofener Zeitung 22.07.2017

Osterhofen. Stadtrat Robert Kröll hat bei der Stadt beantragt, das Kriegerdenkmal in Haardorf neu zu gestalten, nachdem die Außenanlagen im Zuge der Kirchenrenovierung renoviert wurden. Nach Rücksprache und Ortsterminen mit Kirchenverwaltung und Verantwortlichen des Krieger- und Soldatenvereins verständigte man sich darauf, dass die Stadt die Kosten dafür übernimmt, das Kriegerdenkmal wieder lotrecht zu stellen. Das war nach Setzungen des Bodens in Schieflage geraten. Zudem wird die relativ große Einfassung des Denkmals entfernt und verkleinert in die neue Gestaltung der Außenanlagen integriert. Dafür trägt die Kirche die Kosten. oz 

Damit Kosten nicht ausufern

Dienstag, 27. Juni 2017 – DONAU-ANZEIGER

Referat über die Aufgaben der Rechnungsprüfung

 

Referatsleiter Artur Kolbe, Gemeinderat Thomas Erndl, Referent Ministerialrat a.D. Hartmut Osterburg, Seminarleiter Stadtrat Robert Kröll, 3. Bürgermeister Kurt Erndl, 2. Bürgermeister Thomas Etschmann. (Foto: Schwinger)

Haardorf. (rs) Die Hanns-Seidel-Stiftung e.V. hielt im Gasthaus Knöckl mit den Kooperationspartnern Stadt Osterhofen und Gemeinde Künzing ein kommunalpolitisches Seminar ab. Der Referent Ministerialrat a.D. Hartmut Osterburg gab einen Einblick zur Rechnungsprüfung. Artur Kolbe M.A., Referatsleiter im Institut, und Seminarleiter Robert Kröll, Stadtrat aus Osterhofen, konnten Mandatsträger aller Fraktionen und Mitglieder der Rechnungsprüfungsausschüsse sowie politisch Interessierte begrüßen. In einem Grußwort sprach Gemeinderat Thomas Erndl aus Künzing, ein Alt-Stipendiat der Einrichtung, über die bildungspolitischen Aufgaben der Hanns-Seidl-Stiftung. In seinem Referat ging Osterburg auf die wichtige Aufgabe des Rechnungsprüfungsausschusses ein. Die Mitglieder kontrollieren unter Mitwirkung der Verwaltung den sparsamen und zweckmäßigen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Haushalt und Jahresrechnung sind zentrale Elemente und Basis der Rechnungsprüfung. Darunter falle die Prüfung der rechtlichen Grundlagen und der Verwaltungsaufgaben. Im Vordergrund einer jeden Maßnahme stehen die Wirtschaftlichkeitsprüfung und die Prüfung von Architekten- und Ingenieurleistungen. Beim Angehen eines neuen Projektes darf man sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Bei Bauvorhaben steht zuerst die Bedarfsermittlung und Willensbildung bevor Planungsaufträge an Architekten und Ingenieure vergeben werden. Planungsabläufe und Planungsinhalte müssen feststehen. Nach der Vergabe der Bauaufträge an Baufirmen kommt es zur Durchführung. Zuletzt steht dann die Abrechnung. Ein wichtiger Punkt im gesamten Ablauf ist die Kostenklärung. Osterburg: „Die Gemeinde muss wissen, was sie will, und dies muss sie auch gegenüber Architekten durchsetzen, sonst ufern die Kosten oft aus.“ Das beste Beispiel dazu ist der Bau des Berliner Flughafens. Anhand des neuen Vergaberechts (VOB) von 2016 zeigte er viele praktische Beispiele auf.

Landkreis-SPD stark vertreten

PNP 13.07.2017

Straßer, Slowig, Kröll und Müller im Vorstand der Niederbayern-SPD

Teisnach. Bei der Bezirkskonferenz der Niederbayern-SPD in Teisnach sind Ewald Straßer, Inge Slowig und Robert Kröll in ihren Ämtern bestätigt worden. Thomas Müller ist neu im Vorstand der Niederbayern-SPD. Kreisvorsitzender und Kreisrat Ewald Straßer freut sich: „Wir sind wieder stark vertreten.“

Die Bezirkskonferenz schrieb sich neben vielen Debatten unter anderem auch auf die Agenda: „Wer arbeitet, soll von seinem Lohn gut leben können. Wir wollen, dass die Löhne steigen und Tarifbindung wieder zum Normalfall wird. Und Frauen müssen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen wie Männer. Mehr Geld muss es auch in sozialen Berufen geben.“

Das Rentenniveau liegt heute bei 48 Prozent. Dazu Straßer: „Es wird absinken, wenn wir es nicht jetzt verhindern. Und das Eintrittsalter zur Rente darf nicht auf 70 Jahre angehoben werden.“ Gleichzeitig solle der Beitrag zur Rentenversicherung nicht über 22 Prozent steigen. Ziel müsse eine gute, verlässliche Rente sein, ohne die jüngere Generation zu überfordern.

Die Parität im Gesundheitssystem sei ein Gebot der Gerechtigkeit, so Straßer. Tatsächlich wurden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung bis 2005 paritätisch zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Daran scheine sich auf den ersten Blick heute nicht viel geändert zu haben. Denn seit Januar 2015 zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent zu gleichen Anteilen. Mit einem Unterschied: Da der Beitragssatz der Arbeitgeber auf 7,3 Prozent festgeschrieben wurde, wird der von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitrag alleine von Arbeitnehmern getragen. Im Jahr 2015 betrug dieser Zusatzbeitrag 0,9 Prozent, 2016 lag er bereits bei rund 1,1 Prozent.dz 

SPD: bezahlbaren Wohnraum für Bürger schaffen

Osterhofener Zeitung 17.05.2017

Jahreshauptversammlung des Ortsvereins – Schwerpunkt: Bauen und Wohnen

Osterhofen. Im Gegensatz zur Bundes- und Landesparteiebene setzt der SPD-Ortsverein Osterhofen auf Stabilität in der Vorstandschaft. Ortsvorsitzender Thomas Etschmann umreißt bei der Jahreshauptversammlung am Freitag politisches Geschehen von der Bundes- bis zur Kommunalebene. Knapp die Hälfte der 40 Osterhofener Genossen konnte Etschmann im Frühlingsstüberl willkommen heißen. Darüber hinaus begrüßte er Kreisvorsitzenden Ewald Straßer, dessen Stellvertreterin Inge Slowik sowie den Ortsvorsitzenden der SPD Gergweis, Matthias Meier, welche die späteren Neuwahlen leiteten. Nach kurzem Innehalten für das verstorbene Mitglied Reinfried Taubenberger folgte der Bericht des ersten Vorsitzenden. Diesen begann Etschmann mit einer Rekapitulation des vergangenen Vereinsjahres und gab einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen wie den traditionellen Flohmarkt im Rahmendes Ferienprogramms. Er dankte allen Vorstandskollegen, Mitgliedern und Gönnern des Ortsvereins für ein gelungenes Jahr. Anschließen bezog der Ortsvorsitzende Stellung zur Parteispitze: „Ich glaube an die Fähigkeit von Martin Schulz und halte ihn für den besten Kandidaten.“ Auch zog er den Hut vor Sigmar Gabriel für dessen Rückzug. Der „Schulzeffekt“ sei bei den Landtagswahlen noch nicht zu spüren gewesen, zeichne sich aber bei den bundesweit 10 000 Neumitgliedern deutlich ab. Etschmann rechnet der SPD veritable Chancen aus, mit Schulz den nächsten Kanzler zu stellen. Angesichts der Steuermehreinnahmen hält Etschmann die seit Jahren versprochene Entlastung der Steuerzahler für längst überfällig und mehr als angebracht. In der Landespolitik kritisierte er die vielen Versäumnisse im Verkehrswegeplan: „Der sechsspurige Ausbau der A 3 lässt auf sich warten, die B 20 wurde nicht aufgewertet, die B 11 sogar herabgestuft und es wird keine zweigleisige Bahnstrecke Plattling-Landshut geben.“ Auch im Bereich Bildung zeigte der hauptberufliche Lehrer große Mängel auf. Keine einzige Schule profitiere derzeit vom „Bildungspakt“. Die 1000 neuen Gymnasiallehrer kommen laut Etschmann erst im Jahr 2025 und die versprochenen 50 zusätzlichen Lehrkräfte für 3000 Mittelschulen gleichen einem Tropfen auf den heißen Stein. Darüber hinaus belege Bayern im Ganztagesunterricht schon seit Jahren den letzten Platz. Beim Thema Schule bleibend, aber auf die kommunale Ebene wechselnd berichtete Etschmann, Zweiter Bürgermeister der Stadt, über die weiteren Entwicklungen bei der Zusammenlegung der Mädchenrealschule Damenstift und der Landgraf-Leuchtenberg Realschule für Knaben. Kürzlich wurde im Stadtrat das Konzept zur städtebaulichen Entwicklung des Schulzentrums Seewiese beschlossen. Bezahlt werden soll dies vom Kreis Deggendorf. Laut Landrat Christian Bernreiter allerdings nur bei stabilen Anmeldezahlen, führte Etschmann an. Deshalb schwebe ein Damoklesschwert über dem ganzen Projekt, denn die stark rückläufigen Anmeldungen seien der Grund für die Maria-Ward-Stiftung gewesen, eine Zusammenlegung zu beantragen. „Man darf gespannt bleiben“, sagte Etschmann, aber durch die Fusion sollte der Bau möglich sein. Und so schlug der Vorsitzende den Bogen zu dem Thema, welches sich die Osterhofener Genossen seines Erachtens nach für die kommenden Jahre auf die Fahne schreiben müssen: Bauen und Wohnen. Dort gebe es wahrlich Engpässe und es stehe nicht ausreichend Grund zur Verfügung, kritisierte der SPD-Ortsvorsitzende. Deshalb müsse die Stadt Leerstände und Baulücken erfassen. Auch herrsche dringender Sanierungsbedarf bei städtischem Immobilienbesitz im Bereich der Innenstadt. Gäbe es einen Preis für die „greisligste“ Straße, hätte die Lohgasse gute Chancen, klagte Etschmann. Ein weiterer Kritikpunkt war das ehemalige Kino. Das dem Verfall preisgegebene Gebäude an der Einfahrtsstraße zum Stadtplatz sei „ein Schandfleck“ der Stadt Osterhofen und müsse behoben werden, eventuell mit Hilfe eines privaten Investoren. Die Sanierung der Dreifachturnhalle solle ebenfalls ins Auge gefasst werden. Mit Verweis auf den 30-prozentigen Zuschuss des Freistaates für Erwerb, Bau und Umbau von Immobilien zur Förderung sozialen Wohnraums, forderte Etschmann: „In der jetzigen Niedrigzinsphase kann die Stadt mit dem Erwerb von Immobilien Werte schaffen, innerstädtische Nachverdichtung und städtebauliche Korrekturen vornehmen und so bezahlbaren Wohnraum für ihreBürger schaffen.“ Kassier Johann Irber legte die finanziellen Lage des SPD-Ortsvereins dar. Ihm wurde eine gewohnt penible Kassenführung von den Kassenprüfern bescheinigt. Darauf ging die Versammlung zu den Neuwahlen über, welche der Kreisvorsitzende Ewald Straßer mit Unterstützung von Ingeborg Slowik und Matthias Meier leitete. In seinem Grußwort sprach Straßer all denjenigen, die sich der Pflege alter und kranker Menschen widmen seinen Dank und Respekt aus. Zusätzlich versprach er seinen Genossen sich weiter um den barrierefreien Ausbau des Osterhofener Bahnhofs, ein persönliches Herzensanliegen seinerseits, zu bemühen. Die Wahlgänge verliefen allesamt ohne Gegenstimmen und brachten folgende Ergebnisse: Erster Vorsitzender bleibt Thomas Etschmann, zweiter Vorsitzender Robert Kröll, Schriftführer Anton Foschum, Kassier Johann Irber, Kassenprüfer Karl Schandl und Klaus Kappelmayer, Organisationsleiter Jakob Irber, stellvertretender Organisationsleiter Armin Weller. Zu Beisitzern wurdne bestimmt: Insa Pfeiffer-Ruhland, Brunhilde Irber, Angelika Foschum, Jochen Seidl, Andreas Ortner, David Lerchenberger und Alois Schöfberger. Delegierte für Kreisversammlung und Landtagswahlen: Thomas Etschmann und Robert Kröll; Ersatzdelegierte für Kreisversammlung und Landtagswahlen: Insa Pfeiffer-Ruhland und Jochen Seidl; Delegierter Unterbezirkskonferenz: Thomas Etschmann; Ersatzdelegierter Unterbezirkskonferenz: Robert Kröll. – ajs

Alten Osterbrauch neu belebt

Osterhofen 12. April 2017 – Osterhofener Zeitung

Hl. Grab in der Kreuzbergkirche lädt zum Gebet und stillen Gedenken ein

Haardorf. Pfarrangehörige haben für die Kartage schon das Heilige Grab in der Kreuzbergkirche aufgebaut. Seit Ende der achtziger Jahre lebt dieser alte Osterbrauch alljährlich wieder auf.In der Nische des Haupteingangs wurde die Gruft mit dem Leichnam Jesu unter einem durchscheinenden weißen Tuch errichtet. Das Hl. Grab soll um 1770 von Benjamin Schreiter, Hengersberg, errichtet worden sein. An den Kar- und Ostertagen sind die Gläubigen zum stillen Gebet und Verweilen eingeladen.

In der Geschichte der Heiligen Gräber wurde das Heilige Grab in Jerusalem an vielen Orten nachgeahmt. Es entstanden teilweise große architektonisch Anlagen, die oft auch mit figürlichen Darstellungen ausgeschmückt wurden. Später errichtete man auch in Wandnischen im Kircheninneren reduzierte Anlagen, so wie in Haardorf. Von der Romanik bis zum Barock und Jugendstil entstanden solche Anlagen.

Auf Initiative des Kirchenverwaltungsmitgliedes Martin Apfelbeck kam ein Kamerateam mit Praktikantin Sofie Späth und Praktikant Andreas Erb von DonauTV, um einen Bericht für den Nachrichtenblock aufzunehmen. Das Heilige Grab mit dem Allerheiligsten ist am Karfreitag nach der Kreuzverehrung um 15 Uhr bis 18 Uhr zugänglich. Am Karsamstag ist die Auferstehungsfeier mit Segnung der Osterkerze und der Speisen um 21 Uhr auf dem Kreuzberg.sr