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Hochwasserschutz in den Donaugemeinden

Wer mehr über den geplanten Hochwasserschutz an der Donau wissen will hier zwei Links zur EU – Studie und den Bauvorhaben an der Donau.

Link:     EU – Studie/Infos über Hochwasserschutz/Schöpfwerke

  • Ab Seite 201 Bereich Thundorf / Aicha
  • Ab Seite 205 Polder Haardorf / Schäpfwerk
  • Ab Seite 206 Bereich Polder Arbing

Link:     Weitere Infos/Pläne zum Donauausbau/Hochwasserschutz

  • Ergebnisse der Untersuchung
  • Variante A   ( Stand des Ausbau )
  • Und vieles mehr…..

Neu und etwas Übersichtlicher :   www.lebensader-donau.de

Gemeinsame Lösungssuche beim Hochwasserschutz

Osterhofen 22. Februar 2017 – Deggendorfer Zeitung

Ortsbesichtigung der IG-Mitglieder mit Vertretern von WWA, RMD und Stadt Osterhofen

Thundorf/Aicha. Zum Lokaltermin hat sich die Interessengemeinschaft Hochwasserschutz Thundorf-Aicha mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts (WWA) Deggendorf, der RMD Wasserstraßenbau GmbH und Bauamtsleiter Christian Moosbauer von der Stadt Osterhofen getroffen. Die IG wollte mit den Ortsbesichtigungen Anregungen zu bestimmten Planbereichen beim Hochwasserschutz in den beiden Ortschaften geben. Ersichtlich wurde aus dem Treffen, dass eine konstruktive kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen ausführenden Organen und Anliegern sowie Kommune durchaus zu einer positiven Entwicklung führen kann.
Zum vorgelegten Punktekatalog der IG stellten Wolfgang Leuzinger (WWA Deggendorf) und Oliver Brand (RMD Wasserstraßenplanung München) ein Entgegenkommen in bestimmten Planbereichen in Aussicht, sofern die eingegangenen Vorschläge und Anregungen von der Stadtgemeinde Osterhofen fristgerecht an die Planungsobrigkeit weitergeleitet werden. Der von IG-Sprecher Franz Eichinger vorgestellte Katalog umfasste das Anlegen von Parkflächen an den Deichen in den Ortschaften Thundorf-Aicha, die Gestaltungen der Schutzmauern- und Pumpwerk-Umgebungen, die Binnenentwässerung in den Ortsteilen und den Altwasserarm Wirtgraben in Aicha als Entwässerungs-Element mit Pumphausneubau. Laut Planung soll der Container-Standort an der Überfahrt zur Thundorfer Fähre, der auch als Parkplatz von Naherholungssuchenden genutzt wird, wegfallen und der Pumphauszufahrt, der Deichüberfahrt, der Logistik bei Katastropheneinsätzen sowie der Löschwasserentnahmestelle zugeordnet werden. Als Lösung des Problems bieten sich verfügbare Freiflächen an, die eine Kaufoption eröffnen und damit den benötigten Platzverhältnissen entgegenkommen. Als Alternative zur Container-Abstellfläche empfahl Eichinger ein kleines Areal direkt an der Ostseite des Schöpfwerkes zu nutzen. Betrachtet wurde auch die Behinderten-gerechte Dammbegehung samt Aufgehhilfen, wobei wegen des Platzmangel auf der Landseite ein neuer Standort erwogen werden muss.

Einigkeit herrschte über die Vorschläge der Gestaltung für die bis 1,2 Meter hohe und etwa 400 Meter lange Schutzmauer und die Verweilplätze auf der Deichkrone. Sie soll pflegeleicht und den Vorgaben der Naturschutzbehörde entsprechend ausgearbeitet werden.

Ein weiterer Diskussionspunkt galt dem Binnen-Entwässerungssystem an der Nordseite Thundorfs, das sich noch in Bau befindet. Dabei ist eine Teilung der Entwässerung durch Neugräben mit Zulaufrichtung Aicha bzw. Neupumpwerk Thundorf vorgesehen, was jedoch einen Mehrbedarf an Agrarflächen erfordert. Dammflächen und Hinterwege müssen im Notfall stabil Befahrbarkeit sein, entsprechende Erläuterungen dazu müsse die Kommune an die Ämter weiterleiten, erläuteten die Fachmänner.

Bei der Ortsbegehung in Aicha argumentierten die Fachleute Leuzinger und Brand gegen eine Freilegung des verlandenden Wirtweihers. Der Grund: Der Weiher dient keinem wasserwirtschaftlichen Zweck, die Pumpenleistung des neu zu erstellenden Schöpfwerkes reiche aus, auch eine bestimmte Schmutzfracht abzusaugen – wobei ein fest fixierter Wasserstand die Pumpentätigkeit regelt. Zudem müsste für das Vorgehen die Zustimmung der Naturschutzbehörde eingeholt werden.

Ersichtlich wurde bei der Besichtigung des gesamten Bauareals, dass Transportwege, Parkplätze, Schutzmauer und Gestaltung mit Neuanlage des Schöpfwerkes in keinem Vergleich zu Thundorf stehen. Hier sei ein vernünftiges Planen und Umsetzen des Vorhabens nötig. Bestehen bleibt das 1933 seiner Bestimmung übergebene Pumpwerk, das künftig zu einem Info-Punkt umgestaltet werden soll.

Ablehnung erteilten die Wasserbauer dem Vorschlag von IG-Mitglied Siegfried Rauscher: Er sieht die optimale Binnenentwässerung des Poschenlohgrabens und das Trockenhalten der Flure nicht in der Ableitung zum Wirtgraben, sondern in einem Graben, der parallel zum neu angelegten Polder zwischen Aicha und Mühlham verläuft. Dessen Wasser soll über den Mühlbach dem Neuschöpfwerk Mühlham zugeführt werden. Brand und Leuzinger halten hingegen am bislang genutzten und kompakten Entwässerungssystem mit selbstregelndem Rückstau-Mechanismus fest. Die in Frage gestellte Sicherheitslage halten sie für nicht angemessen, da das Einzugsgebiet der Entwässerung von der erhöhten Pumpenleistung im Neuschöpfwerk Aicha abhängig wird.

Beim abschließenden Gespräch wurde die Problematik Grundstücksfragen und Preise diskutiert: Ohne deren frühzeitige Klärung bestehe wenig Hoffnung auf baldigen Hochwasserschutz.as

Leserbrief zu: 08.02.2017 (PNP) „Neid-Debatte“: Wirtschaft kritisiert Boni-Pläne der SPD

Leserbrief zu : „Neid-Debatte“: Wirtschaft kritisiert Boni-Pläne der SPD / 05.02.2017 PNP

IW: Politik nicht zuständig – „Strategie wie Trump“

von Andreas Herholz

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Liebe Wirtschaftsbosse, „ Politik nicht zuständig“ ?

Wenn ihr den Karren an die Wand fährt, wie bei der letzten Banken /  Finanz und Wirtschaftskrise, schreit ihr nach der Politik, Abwrackpräminen / Konjunkturprogramme / Kurzarbeitspläne und und und… wir sind nicht neidisch auf eure millionen Bonuszahlungen. Es ist eine „Moralische Debatte“ eine „ Anstands-Debatte“. Kein Arbeitsplatz der Welt kann diese Zahlungen rechtfertigen.

Es wird Zeit das die Politik die Fäden seines Marionetten-Daseins abschneidet und wieder zum Vertreter des Wählers wird, und sich genau da einmischt wo das Gleichgewicht zwischen Mensch und Wirtschaft aus dem Lot gerät.

Robert Kröll

Osterhofen-Haardorf

Pflege der Kameradschaft im Mittelpunkt

Osterhofener Anzeiger

Neuwahlen und Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung des KSV

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Bürgermeisterin Liane Sedlmeier zeichnet Alois Jahrstorfer mit dem Kanonierabzeichen zusammen mit Heinz Obtmeier und Adi Schweiger (v.l.) aus.

Haardorf. (rs) Mit einem herzlichen Willkommen begrüßte erster Vorsitzender Adi Schweiger die Mitglieder des Vereins ebenso wie die Ehrengäste. Gekommen waren als Vertreterin der Stadt Osterhofen erste Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, Stadtrat Robert Kröll, BKV-Kreisvorsitzenden Heinz Obtmeier, die Festmutter Martina Brandl, der Bezirksvorsitzende der Reservisten Josef Schmid, die Ehrenmitglieder Hans Schröck und Josef Birkeneder, Günther und Josef Zauner als Vertreter der Reservistenkameradschaft Haardorf-Aicha und die Vertreter der Vereine.

Schriftführer Rolf Schwinger begann seinem Jahresbericht mit einem Rückblick auf die Jahreshauptversammlung im Jahr 2016, an die Teilnahme an den Versammlungen der Reservistenkameradschaft Haardorf, des OÖ-Kameradschaftsbundes Oftering und des BKV – Kreisverbandes in Oberpöring. Am 1. Mai wurde vom KSV der Jahrtag in Haardorf begangen. Erwähnung fand auch die Beteiligung an den oberösterreichischen Landesmeisterschaften im Kleinkaliber-Schießen in Marchtrenk mit dem Sieg in der Gästeliste und Platz fünf im Gesamtklassement. Der Verein wurde beim Dorfschießen im Stockschießen Sieger. Festschriften wurden als Belegexemplare an die Bayerische Staatsbibliothek in München gesandt. Mit Abordnungen beteiligte man sich an den Fronleichnamsumzügen in Haardorf und Aicha. Der Volkstrauertag wurde in Aicha, Haardorf und Niedermünchsdorf begangen, ebenso nahm man an der Friedenswallfahrt in Altenmarkt teil. Mit der traditionellen Christbaumversteigerung wurde das Vereinsjahr abgeschlossen. Die von den Kassenprüfern Hans Schwarzhuber und Franz Wiesmann für in Ordnung befundene Kassenführung legte Kassier Robert Kröll offen, die für das vergangene Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden konnte.

Vorsitzender Adi Schweiger lobte den Kameradschaftsgeist, der sich besonders in der Teilnahme an Veranstaltungen des Vereins und bei Beerdigungen verstorbener Kameraden zeigte. Der Kassenstand gebe Sicherheit für künftige Aufgaben.

In ihrem Grußwort verwies erste Bürgermeisterin Liane Sedlmeier auf das brüchige friedliche Miteinander in unserem Land. Wer in unser Land komme, müsse sich registrieren lassen und ausweisen können. „Ihm muss auch bewusst sein, dass er in ein Land mit christlichen Traditionen komme und sich somit der aufnehmenden Gesellschaft anpassen muss“.

Nach der Entlastung des Vorstands t übernahm Liane Sedlmeier die Neuwahlen. Wiedergewählt wurden Adi Schweiger als erster Vorsitzender und Horst Feigl als sein Stellvertreter.

Als neuer dritter Vorsitzender wurde Florian Donnerbauer gewählt. Schriftführer wurde Rolf Schwinger und Kassier Robert Kröll. Kanoniere sind weiterhin Alois Jahrstorfer und Günther Zauner, die Aufgabe des Fähnrichs übernimmt Florian Donnerbauer. Für weitere drei Jahre übernehmen Franz Wiesmann und Hans Schwarzhuber die Prüfung der Kasse.

Kreisvorsitzender der BKV, Heinz Obtmeier, lobte in seinem Grußwort den KSV Haardorf als aktiven Verein, der so nicht untergehen kann. Er richtete einen Appell an die Pflege der Kameradschaft und an die notwendige Zusammenarbeit anderer örtlicher Vereine mit dem Traditionsverein. Mit dem Kanonierabzeichen in Bronze für über zehn Jahre Böllerschießen wurde Alois Jahrstorfer ausgezeichnet. Das silberne Abzeichen erhielt Günther Zauner für den Dienst über 18 Jahre.

Mit Gold wurde Adi Schweiger für 24 Jahre um Umgang mit Schießpulverladungen geehrt. Mit dem Reservisten-Verdienstkreuz wurden Josef Pleintinger, Josef und Günther Zauner ausgezeichnet. Die Auszeichnungen nahmen Bürgermeisterin Liane Sedlmeier und Heinz Obtmeier im Beisein von Vorsitzenden Adi Schweiger vor.

Im Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ wurde über den Zustand der alten Fahne von 1898 diskutiert. Es gab die Vorschläge, die Fahne zu vakuumieren oder zu überholen. Angesprochen wurde auch eine Renovierung des Kriegerdenkmals, was Aufgabe der Stadt Osterhofen wäre.

Am Ende der Veranstaltung gab Vorsitzender Adi Schweiger noch Termine bekannt: Am 17./18. Februar ist die BKV-Kreismeisterschaft im Schießen in Otzing, am 7. Mai findet der Jahrtag statt, am 3. September die 110-Jahr-Feier des OÖ-Kameradschaftsbundes Oftering und am 7. Oktober die BKV-Friedenswallfahrt in Altenmarkt.

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Der neue Vorstand, die Ehrengäste und die Geehrten. (Fotos: Schwinger)

 

„Thomas Etschmann wird 2020 noch mehr wert sein“

Osterhofen 21. Dezember 2016 – Deggendorfer Zeitung

Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins Osterhofen mit Ehrungen – Bruni Irber ist auf dem Weg der Genesung

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Osterhofen. Sie ist eine Kämpferin geblieben. Sicher, der Schlaganfall hat Bruni Irber gezeichnet, aber er konnte nicht ihren Mut brechen. Es mögen dunkle Stunden hinter ihr liegen, aber aufgegeben hat sie nicht. Am Sonntagabend hat Bruni Irber die Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins in den „Arcobräu Stuben“ besucht und versprühte eine Zuversicht, die die arg gebeutelte SPD gebrauchen kann.

„Wir freuen uns, dass du wieder so fit bist“, begrüßte Ortsvorsitzender Thomas Etschmann die Stadträtin und ehemalige Bundestagsabgeordnete. „Liebe Bruni, ich freue mich, dich so aufrecht zu sehen“, sagte MdB Rita Hagl-Kehl. Unter den weiteren Gästen waren SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer und sein Vorgänger Georg Weiß, Fraktionssprecher Karl-Heinz Hierzegger und Bernhard Taubenberger.

Gelassen beantwortete Bruni Irber die immer gleichen Fragen nach ihrem Gesundheitszustand. Nach der Reha war sie noch auf den Rollator angewiesen. Jetzt hat sie gute Aussichten, im kommenden halben Jahr wieder ganz zu genesen. Lächelnd erzählte sie, dass sie nun mit dem Stock gehen könne. „Ella Taubenberger hat mir Reinfrieds Stock gebracht“, erzählte sie dankbar lächelnd. Mit Reinfried Taubenberger haben die Osterhofener Genossen heuer eines ihrer Urgesteine verloren. Dass sie sich nun auf seinen Stock stützen kann, ist mehr als eine schöne Geste. Es ist ein Ausdruck von Zusammenhalt und tiefer Freundschaft.

Im Jahresrückblick von Thomas Etschmann sowie den Grußworten von Rita Hagl-Kehl und Ewald Straßer ließen sich die Themen kommender Wahlkämpfe erkennen. Von Flüchtlingen, Terror, Gefahr von rechts. Donald Trump und Altersarmut war die Rede. „Wir müssen als Sozialdemokraten gemeinsam für ein soziales und lebenswertes Deutschland kämpfen“, sagte Hagl-Kehl. „Die nationalistischen Hunde zerren an ihren Ketten“, erklärte Straßer und bekräftigte, dass „Nationalismus immer Krieg bedeutet.“ Wichtiger als die K-Frage sei das Wahlprogramm, fand Etschmann, und sprach sich für eine stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen und eine auskömmliche Rente nach österreichischem Vorbild aus.

Drei Genossen wurden für 20-jährige Mitgliedschaft geehrt. Karl Wagner, Martin Schwarzhuber und Thomas Etschmann traten 1996 in die SPD ein. Etschmanns Ehrenurkunde überreichte Bernhard Taubenberger, der nach längerer Pause wieder an einer SPD-Weihnachtsfeier teilnahm.

„Als Bub habe ich in den rauchgeschwängerten 1970-ern immer Flöte gespielt“, erinnerte sich Taubenberger schmunzelnd an vergangene Weihnachtsfeiern. „Thomas ist ein Glücksfall für die SPD Osterhofen, der im Kommunalwahlkampf 2020 noch mehr wert sein wird“, betonte Taubenberger.

Den besinnlichen Teil gestalteten Jakob Irber und Karl-Heinz Hierzegger mit weihnachtlichen Texten sowie die beiden Musiker Martina und Peter Rothmeier. In der Versteigerung brachte Robert Kröll Geselchtes und Sachspenden unter den Hammer. mik

 

Kreisverkehr: „Bürgerwille nicht berücksichtigt“

Osterhofen 12. Dezember 2016 – Osterhofener Zeitung

Stadtrat Kröll kritisiert Entscheidung des Bauausschusses

Osterhofen. Mehrere Bürger von Osterhofen bedauern, dass nicht auch der Arbinger und der Mühlhamer Kreisel vom Bauhof der Stadt gepflegt werden: Dies drückte Stadtrat Robert Kröll am Donnerstag im Stadtrat aus.

Lob gab es für die gärtnerische Gestaltung der Kreisverkehre an der B 8 und in der Wisselsinger. Doch einen Antrag, auch die weiteren Kreisel zu pflegen, hatte der Bauausschuss kürzlich abgelehnt, weil der Aufwand für die Mitarbeiter zu hoch wäre. Damit, so Kröll, würde „der Bürgerwille nicht berücksichtigt“.

Bürgermeisterin Liane Sedlmeier erläuterte, die Pflege sei nur bei den neu gebauten Kreisverkehren möglich, nicht aber die Aufnahme weiterer freiwilliger Aufgaben. Der Wunsch sei verständlich, aber angesichts der 111 Quadratkilometer Stadtfläche sei sie froh, wenn die Pflichtaufgaben erfüllt werden können. gs

FF Galgweis erhält neues TSF – ohne Logistik

Osterhofen 9. Dezember 2016 – Deggendorfer Zeitung

 

Stadtrat diskutierte ausführlich über den Antrag auf TSF-L – Hoher Wartungsaufwand

Osterhofen. Die Freiwillige Feuerwehr Galgweis erhält ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) – allerdings ohne Logistikausführung. Darüber hat der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung ausführlich diskutiert und dies einstimmig beschlossen. Vorausgegangen war eine Abstimmung über eine Verschiebung des Beschlusses, die mit 11 : 11 Stimmen jedoch abgelehnt wurde.

Dass die Galgweiser Wehr nach 26 Jahren ein neues TSF erhält, weil das alte 2017 wohl ohne größeren Aufwand nicht mehr den TÜV bestehen würde und seit Jahren rostanfällig ist, das stand fest. Dafür hatte der Finanzausschuss bereits einstimmig in seiner Sitzung im November votiert. Und dies entspricht auch der Ausstattung anderer Wehren in der Stadtgemeinde, derzeit wird ein neues TSF für die Wehren Kirchdorf und Göttersdorf für rund 100 000 Euro beschafft. Zuschüsse von der Regierung gibt es in Höhe von 23 000 Euro.

Kurz vor der Sitzung des Finanzausschusses äußerte die Galgweiser Wehr den Wunsch für ein TSF-Logistik. Der Ausschuss war nach ausführlicher Diskussion einstimmig der Meinung, wegen höherer Anschaffungs- und Wartungskosten für ein TSF-L und im Zug der Gleichbehandlung wieder ein „normales“ TSF anzuschaffen.

Im Stadtrat begründete Johann Beham nocheinmal den Wunsch für ein TSF-L, das mehr Möglichkeiten biete. Aufgrund der höheren Anschaffungskosten gebe es auch mehr Zuschüsse, auch die Wehr könne einen höheren Beitrag leisten, so dass der Stadt weniger als 10 000 Euro an Mehrkosten verblieben.

Stadtrat Karl-Heinz Hierzegger ergänzte, die FF Galgweis sei bereit, die Mehrkosten komplett selbst zu tragen, müse darüber aber in der nächsten Versammlung im Februar erst abstimmen. Deshalb schlugen er und Beham vor, die Abstimmung im Stadtrat bis dahin zu verschieben und vorher ein solches Fahrzeug zu besichtigen. Auch Michael Ammerstorfer sprach sich für eine Verschiebung aus, dies sei jedoch „kein Versprechen für ein TSF-L“.

Bürgermeisterin Liane Sedlmeier hingegen warnte mehrfach und eindringlich davor, den Grundsatz der Gleichbehandlung aller Wehren aufzugeben – zumal ein TSF-L für Langenamming bereits abgelehnt worden sei. Sie führte an, dass die neuen TSF ohnehin mehr Platz für Geräte und bereits viele Funktionen bieten, die sich die Wehr von einem TSF-L erhoffe. Zudem fragte sie, ob die Zahlung von zehn Prozent Eigenleistung plus zusätzlich rund 10 000 Euro an Mehrkosten für die Logistikausführung für die FF Galgweis nicht zu hoch seien. Als Nachteile des TSF-L führte sie an, dass ein anderer Führerschein nötig sei und erhöhter, jährlicher Wartungsaufwand anfalle, den die Stadt zu tragen habe: „s’Christkindl würde auch ein TSF befürworten“, meinte sie.

Ihrem Vorschlag schlossen sich Fritz Gößwein – „keine Extrafässer aufmachen“ – und Dr. Max Heindl – zusätzliche Beteiligung der Wehr ist kein neues Argument, keinen Präzedenzfall schaffen – an.

Für eine Verschiebung, um das Fahrzeug zu besichtigen, sprach sich hingegen Xaver Eckl aus: Das neue TSF biete kaum mehr ausreichend Platz für die Mannschaft. Zudem sei es sinnvoller, wenn nicht jede Wehr das gleiche Auto habe, sondern ein gewisses Aufgabenfeld erhalte. Robert Kröll fügte an, „das TSF-L wird die Zukunft sein in kleinen Wehren“. Deshalb stellte er den Antrag auf Verschiebung der Abstimmung, was mehrheitlich abgelehnt wurde.

Damit wird die FF Galgweis ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten. Die Verwaltung stellt den Förderantrag bei der Regierung von Niederbayern. gs 

Der Trend führt in die falsche Richtung

Osterhofen 18. November 2016 – Deggendorfer Zeitung

Gedenkfeier zum Volkstrauertag – Stadtrat Robert Kröll fordert zur Bewahrung der Tradition auf

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Niedermünchsdorf. Die Geschichte des Volkstrauertages lehrt, dass mit der Vertröstung auf das Jenseits auch das Sterben im Krieg gerechtfertigt worden ist. Bei Gedenkfeiern wird an den Denkmälern der Toten gedacht, aber auch Unrecht und Gewalt weltweit angeprangert. Am Buß- und Bettag hat sich die Pfarrgemeinde Niedermünchsdorf ihrer Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen aus den Weltkriegen erinnert.

Der Volkstrauertag ist ein Tag des nationalen Gedächtnisses und dient der bewussten Pflege von Kultur und Geschichte. Dem angenommen hat sich die Pfarrgemeinschaft mit Pfarrvikar Pater Clemens und Vereinen bei einer Gedenkfeier. Stadtrat Robert Kröll forderte in seiner Ansprache eindringlich dazu auf, dem gesellschaftlichen Trend der Abkehr vom Volkstrauertag entschlossen entgegen zu treten und das umstrittene Vermächtnis zu bewahren. Für ein Leben in Frieden sollte man sich nicht auf die Politik verlassen, sagte Kröll. Jeder müsse bei sich selber anfangen, die Werte, die er von anderen Menschen einfordert, auch selbst zu leben. „Wir reden, wie wichtig die Integration von Flüchtlingen ist, doch gleichzeitig sind wir dabei, von unserer eigenen Integration in der Gesellschaft Abschied zu nehmen“, mahnte der Stadtrat. Dieser Trend führe jedoch in die falsche Richtung. „Wir sehnen uns nach Frieden und lehnen uns gemütlich im Sessel zurück – im Glauben, andere werden es schon richten“, führte Kröll aus. „Wenn wir unseren Kindern eine Welt in Frieden hinterlassen wollen, brauchen wir eine starke mutige Gemeinschaft, die gewillt ist, für einander einzutreten“, lautete seine Botschaft.
In Anerkennung der Opfer von Krieg und Gewalt stellte Kröll eine Blumenschale am Mahnmal nieder. Bei einem Glaserl Most in der Bauernstube beim Wagner Mich endete der Gedenktag.as 

Volkstrauertag 2016

Osterhofen 15. November 2016 – Osterhofener Zeitung

Volkstrauertag: Gedenkfeiern in den drei Donaugemeinden – Ansprachen mahnen zum Einsatz für den Frieden

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Autobahn und Bahnhof als Themen

Deggendorf 16. November 2016 – Deggendorfer Zeitung

Informative SPD-Kreiskonferenz

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Deggendorf. Das Gasthaus „Goldener Engel“ war Tagungsort der Kreiskonferenz des SPD-Kreisverbandes, zu der Kreisvorsitzender und Kreisrat Ewald Straßer geladen hatte. Als Gäste begrüßte Straßer die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl sowie den Landtagsabgeordneten Bernhard Roos, die über Aktuelles aus Bundes- und Landespolitik berichteten.

In seinem Bericht ging Straßer auf die Resolution des Kreisverbandes an die Bundes-SPD zum Thema TTIP ein. Zudem berichtete der Kreisvorsitzende über den aktuellen Stand zum „barrierefreien Bahnhof“ Osterhofen. Hier konnte Straßer den Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur im Deutschen Bundestag, Martin Burkert, sowie Landtagsabgeordneten Bernhard Roos bereits im September nach Osterhofen einladen. Dabei erinnerte Straßer an die Aktion „Barrierefrei“ der SPD-Landtagsfraktion. „Ich habe da meine Zweifel an der termingerechten Umsetzung des von der Staatsregierung angekündigten Programms ,Bayern barrierefrei 2023’, wir werden allerdings hartnäckig bleiben“, so Ewald Straßer, der gleichzeitig als Landesvorstandsmitglied bei „selbstaktiv“ der Bayern-SPD das Thema Barrierefreiheit stets im Fokus hat.

Rita Hagl-Kehl berichtete, dass vieles aus dem Koalitionsvertrag von der Bundes-SPD bisher bereits umgesetzt werden konnte, wie zum Beispiel die abschlagsfreie Rente mit 63 bei 45 Berufsjahren, der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro, die Eindämmung des Missbrauchs von Leiharbeits- und Werksverträgen. Für den Bundesverkehrswegeplan, der demnächst verabschiedet wird, war die Abgeordnete in ganz Bayern unterwegs, um sich vor Ort ein Bild über die geplanten Straßenbaumaßnahmen zu machen. Auch aufgrund ihres Engagements konnte der sechsspurige Ausbau der A3 im Bereich Deggendorf-Hengersberg noch in den vordringlichen Bedarf mit aufgenommen werden. Notwendig sei auch der Gleisausbau der Bahnstrecke Plattling-München. Ein weiteres wichtiges Thema sei der Klimaschutz. „Wir sollten Verantwortung für unsere und die nächste Generation übernehmen und hierbei klare Kante zeigen“, resümierte die Bundestagsabgeordnete.

MdL Bernhard Roos erinnerte daran, dass SPDler Wilhelm Hoegner vor 70 Jahren die Bayerische Verfassung als „ein Juwel“, geschrieben hat, von der heute noch alle Bürger in Bayern profitieren. Darauf könne die SPD stolz sein, und die Politik der SPD müsse künftig wieder zu ihren „sozialen Wurzeln“ zurückkehren. Roos bedankte sich bei Kurt Bayer vom VCD für seinen unermüdlichen Einsatz für gute Verkehrsanbindungen – beide wiesen auf den für zwei Jahre laufenden Probebetrieb der Bahnstrecke Gotteszell-Viechtach, eine der schönsten Bahnstrecken Deutschlands, hin und baten um regen Gebrauch.

Nach den Berichten der Ortsvorsitzenden aus den Ortsvereinen informierte stellvertretender Landrat Eugen Gegenfurtner über die aktuelle Arbeit im Kreistag. Der Neubau des Robert-Koch-Gymnasiums gehe gut voran, so Gegenfurtner.

Wolfgang Lorenz, stellvertretender Ortsvorsitzender der SPD Deggendorf, zeigte sich erfreut über die Auswahl des Sitzungsortes in Deggendorf und bedankte sich bei Rita Hagl-Kehl für den Bundeszuschuss von 2 Millionen Euro für das Eisstadion Deggendorf. Kreiskassier Robert Kröll legte in seinem Rechenschaftsbericht die Finanzen des Kreisverbands dar. Diese werden vorbildlich geführt, so Kreisvorsitzender Straßer.

Mit einem Dank an alle Ortsvereine sowie die Mandatsträger beendete Kreisvorsitzender Ewald Straßer die Sitzung. Zum Abschluss gab’s noch ein Geburtstagsständchen für Rita Hagl-Kehl, MdB, die trotz ihres Geburtstages zur Kreiskonferenz gekommen war. dz

 

Rede zum Volkstrauertag 2016

Der Volkstrauertag hat eine lange Tradition, er wurde als Gedenktag für die Kriegsopfer des „Ersten Weltkrieges“ eingeführt …. die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt. Reichstagspräsident Paul Löbe rief damals eindringlich zur Abkehr von Hass auf und warb für Versöhnung und Verständigung.

Ein Aufruf der schon in der Weimarer Zeit wieder mit Füßen getreten wurde, angesichts der umstrittenen Deutung des Krieges.

Die politisch geteilte Gesellschaft erinnerte am Volkstrauertag zunehmend an den Kampf der deutschen Soldaten … ja man empfahl sogar der nächsten Generationen zur Nachahmung dieser Taten.  Die Nationalsozialisten schrieben diese Deutung 1934 per Gesetz fest:

Der Volkstrauertag wurde auf den 16. März gelegt und zum staatlichen „Heldengedenktag“ erklärt.

Es stand nicht mehr das christlich geprägte Totengedenken im Mittelpunkt  /  sondern Heldentum und Kampfbereitschaft … Propaganda für den Krieg nicht für Frieden und Versöhnung.

Am 1. September 1939 begann mit dem Einmarsch der deutschen Soldaten in Polen der „Zweite Weltkrieg“. Am Ende dieses „Sinnlosen Krieges“ waren über 50. Millionen Tote zu beklagen.

Nach diesem „ Dunklen Kapitel“ der deutschen Geschichte wurde 1945  der Heldengedenktag wieder zum Volkstrauertag und man gedachte den Opfern beider Weltkriege nicht nur den getöteten Soldaten sondern auch den zivilen Opfern. Im Vordergrund standen wieder Trauer um die Toten …. und Frieden / Freiheit und Versöhnung.

Doch was ist der Volkstrauertag Heute … als was sollten wir ihn verstehen :

Es geht vor allem nicht darum beim Gedenken an die Opfer des ersten und zweiten Weltkrieges, …. das sich alle Deutschen, das wir uns schuldig fühlen sollen. Sondern es geht darum, dass alle Menschen wissen sollen warum Widerstand gegen rechtes Gedankengut / gegen Diktatoren / gegen Kriegstreibern …. Heute wieder notwendiger geworden ist denn Je.

Heute ist dieser Tag allen Opfern von Krieg / Terror und Gewalt gewidmet … der Vergangenheit und der Gegenwart. Wir haben Krieg und Terror noch lange nicht überwunden…. im Gegenteil … Frieden und Freiheit scheinen angesichts der aktuellen weltweiten Kriege / der Terroranschläge …  in weite Ferne gerückt zu sein. Demokratie scheint in einigen Staaten nur noch Makulatur zu sein.

Der heutige Volkstrauertag soll uns auch wieder daran erinnern das Demokratie und Freiheit keine Selbstverständlichkeit sind. Das wir jeden Tag, ja sogar jede Stunde dafür kämpfen müssen.

Wir sehnen uns nach Frieden ….. nach dem Tag an dem es in den Nachrichten nicht mehr um Gewalt / Krieg und Terror geht, und wir nicht mehr auf einen anderen Sender umschalten weil wir das alles nicht mehr sehen und hören wollen.

Doch für ein Leben in Frieden kann und muss jeder von uns selber etwas tun…. wir dürfen uns nicht nur auf die Politik verlassen … wir müssen selber anfangen die Werte die wir von anderen Menschen derzeit einfordern wieder selber zu leben.

Wir reden ständig davon z.B.  wie wichtig die Integration von Flüchtlingen ist. Und gleichzeitig sind wir selber dabei uns von unserer eigenen Integration in der Gesellschaft zu verabschieden nur noch wenige nehmen sich Zeit für die Gemeinschaft für das Vereins oder Dorfleben oder für das “ christliche Leben .“  Man beschränkt sich auf seine eigenen vier Wände ….beteuert man habe keine Zeit …. und wie schlecht es einem geht …. und wie gut es die Anderen haben.

Dieser Trend in unsere Gesellschaft führt uns in eine falsche Richtung ….

Wenn wir unseren Kindern wirklich eine Welt  in Frieden hinterlassen wollen brauchen wir eine starke Gemeinschaft von Grund auf…..

Und wir müssen eine Behauptung des deutschen Physiker Georg Lichtenberg klar wiederlegen….diese behauptete :

Gesetzt den Fall, wir würden eines Morgens aufwachen und feststellen, dass plötzlich alle Menschen die gleiche Hautfarbe und den gleichen Glauben haben, wir hätten garantiert bis Mittag neue Vorurteile.

Vorurteile abbauen und eine starke Gemeinschaft … sind der Grundstock für eine starke Demokratie / Grundstock für einen dauerhaften Frieden … in Europa und in der Welt.

Als symbolischen Grundstock lege ich im Namen von uns allen diese Gedenkschale nieder in der Hoffnung dass wir uns aufmachen die Zukunft für unser Kinder in Frieden zu gestalten.  All die Toten der Vergangenheit und der Gegenwart von Krieg / Terror und Gewalt sollen diese Hoffnung untermauern und uns auf den Weg zum Frieden begleiten.